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"Aber von jetzt an steht ihr alle in meinem Buch der coolen Leute."

                                                                                                                                                 -Seth Gecko

Ben Hur 2016

Timur Bekmambetow ( Wächter der Nacht ) verziert sein Remake des gleichnamigen Klassikers mit Charlton Heston nur mit großen Adjektiven, bleibt es aber schuldig diese mit Inhalt und vor allem Emotionen zu füllen. Das finale Duell der Brüder ( Jack Hutson, Toby Kebbell ) ist weit weniger Spannend als das Sandburgen kaputt hauen von Rosberg und Hamilton im gleichen Jahr. Und die sind noch nicht mal Stiefbrüder wie Judah Ben Hur und Messala. Wenn im Wüstensand von Jerusalem die Hälse brechen, die Pferde schnaufen...

Jack Reacher 2

Jack Reacher ( Tom Cruise ) kehrt  erneut auf die große Leinwand zurück und boxt sich irgendwo zwischen Patch Work Family Story und redundanten  Verfolgungs Jagten durch New Orleans. Edward Zwick versucht erst gar nicht den ersten Teil mit mehr Action, mehr Spannung oder einem kniffligeren Fall zu übertreffen. Was nicht als Kompliment gemeint ist. Er nutzt den Bekanntheitsgrad der neuen Actionfigur Jack Reacher...

Rob Zombies Halloween

Rob Zombie präsentiert der Post-Carpenter -Generation den alten Scheiß im neuen Gewand. Zombies Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1978 mag zwar an der Oberfläche glänzen, vor Blut triefen und mit bösen Worten um sich schlagen aber er sprengt nicht das prüde konservative Bild Amerikas. Zombie rationalisiert sogar die Suspense...

Steve Jobs

Steve wollte nicht dass seine Produkte geöffnet werden können. Niemand solle an das Innenleben seiner schmucken Geräte gelangen. Das Privileg ans Innenleben zu dürfen soll nur wenigen zu teil werden. Spezielles Werkzeug, so erfahren wir zu Anfang des ersten Akts sei von Nöten. Steve Jobs, so legt es uns Danny Boyles Biopic, über einen der einflussreichsten Männer unserer Zeit nahe, war ebenso gestrickt wie seine Produkte...

Black Mass

Johnny Depps Stirnglatze erzählt uns mehr über Black Mass, als Regisseur Scott Cooper in zähen zwei Stunden Laufzeit. Jene vorhandene bzw. nicht vorhanden Haarpracht des Deppen zeichnet sich durch kahle Stellen aus, geschmückt mit vereinzelten überlebenden Haaren, die nicht der Glatze zum Opfer fielen...

Man lernt nie aus

Man lernt nie aus von Nancy Meyers ( Liebe braucht keine Ferien ) punktet nicht mit der Anzahl an Lachern. Auch nicht mit besonders originellen Ideen oder Handlungssträngen, schlägt aber unbarmherzig zu wenn er jene Tatsache auf den Punkt bringt, was den meisten Menschen in der heutigen Zeit abhandengekommen ist. Die Zeit...

The Revenant

Alejandro G. Inarittu´s ( Birdman ) bemerkenswerteste Szene in The Revenant ist wohl Hugh Glasses ( Leonardo DiCaprio ) wilden Todeskampf mit einem gereizten Braunbären. Nicht weil diese brachiale Szene einem den Atem raubt und man niemals auf die Idee kommen könnte, dieser Kampf wäre nicht echt. Nein, die Szene spiegelt so in etwa den unermüdlichen Kampf wieder, den DiCaprio seit Jahren bestreitet. In The Revenant ist es der wilde Braunbär, dem er die Stirn bietet, in der Traumfabrik sind es die ignoranten Greise...

Southpaw

Here comes the Pain. Jake Gyllenhaal ( Nightcrawler ) erlebt den Rock Bottom seines Lebens und macht für den Zuschauer die Reise in den Abgrund erfahrbar, fühlbar, schmerzhaft. Southpaw entfaltet über die gesamte Länge des Films eine zerstörerische Kraft, die sich im titelgebenden Southpaw Billy Hope bündelt, die ihn brutal zu Boden gehen lässt, die ihn gegen den Dämon in sich selbst kämpfen lässt. Die ihn bis an die Grenzen, die Höllenpforten des Schmerzes bringt. Die ihn in den Abgrund blicken lässt und ihn beinahe verschlingt.

Knock Knock

Kinderquatsch mit Kevin. So langsam muss man sich ernsthaft Sorgen machen um die Freunde von Quentin Tarantino. Erst schmiert Robert Rodriguez ( Predators ) in filmische Untiefen ab dann rutscht ihm Knock Knock Regisseur Eli Roth gleich hinter. Knock Knock ist sowas wie die Kinderversion von Filmen wie "The Loved Ones" oder "Funny Games". Weder schafft es Eli Roth aber den Spiegel der Sozialkritik zu finden...